Lesenacht 2018: "Blick nach Ost" am 22.09.2018 um 20:00 Uhr

Die Lesenacht 2018 will mit Ihnen einen Blick nach Osten werfen. Kommen Sie mit auf einen Streifzug durch die osteuropäische Kultur. Unsere diesjährigen Vorleserinnen und Vorleser haben ganz unterschiedliche Texte ausgewählt, die auf unterhaltsame, skurrile, dokumentarische und nachdenkliche Weise Geschichten erzählen, die und Facetten einer Kultur nahe bringen, die uns oft nah und fern zugleich ist.

Mikwe/ Jüdisches Museum, Franz Tewes liest aus:
Jens Mühling: Mein russisches Abenteuer - Auf der Suche nach der wahren russischen Seele
Aus sehr persönlicher Perspektive porträtiert Jens Mühling die russische Gesellschaft, deren Lebensgewohnheiten, Widersprüche, Absurditäten und Reize im Ausland nach wie vor wenigen vertraut sind.

Jüdisches Gemeindehaus, Thomas Arnold liest aus:
Jaroslav Kálfar: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt (Cover s. Anhang)
Jakub Procházka, erster Raumfahrer der tschechischen Geschichte, träumt davon, seinem Land Ruhm und Ehre zu bringen. Doch nach dreizehn einsamen Wochen im All, beginnen Jakubs Sinne verrückt zu spielen. Als dann auch noch seine Frau mit ihm Schluss macht, gerät Jakubs Leben im Orbit in Schieflage.

Lenzhäuschen, Petra Leppertinger liest aus:
Elvira Dones: Hana
Mit 19 Jahren legt Hana, eine junge Frau ihre Identität als Frau ab, lebt fortan als Mann mit all seinen Rechten und Freiheiten und wird zu Mark. Der Preis dafür ist der Eid ewiger Jungfräulichkeit. 14 Jahre später fliegt sie/er zu ihrer Cousine nach Amerika, um sich von dem Gelübde loszusagen. Wie aber wird ein Raki trinkender, Kette rauchender Mark aus dem Norden Albaniens wieder zu Hana?

Museum im Markgrafenschloss, Julia Senn liest aus:
Wladimir Kaminer: Onkel Wanja kommt: Eine Reise durch die Nacht.
Der Roman aus dem Jahre 2012 ist eine Hommage an Kaminers Heimat und seine Landsleute, ebenso wie an Berlin. Immer knapp am Stereotypen und ebenso haarscharf am allzu lässigen Erzählton vorbei, gewährt Kaminer Einblick in die russische Seele und andere existentielle Fragen des Lebens.

Lesenacht

Die Emmendinger Lesenacht steht seit dem Jahr 2000 auf dem Programm des Schlosskellers und findet meist Ende September statt. Mitveranstalter ist der Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen. Eine Gruppe von interessierten Lesern und Leserinnen findet sich zusammen und sucht Romane oder Gedichte aus, die ihnen vorlesenswert erscheinen. An vier Orten, die am Schlossplatz gelegen sind, finden Lesungen statt, jeweils aus einem anderen Buch:

  •     Im Museum im Schloss
  •     Im Lenzhäuschen
  •     In der Mikwe
  •     Im jüdischen Gemeindehaus


Meist werden ca. 20 Minuten gelesen, in den darauf folgenden Pausen kann das Publikum den nächsten Ort wählen oder sich im Schlosskeller bewirten lassen. Insgesamt sind 4 Leseblöcke im Angebot. Zum Abschluss treffen sich LeserInnen und Publikum zum Austausch im Schlosskeller.

Infos rund um die Emmendinger Lesenacht erhalten Sie unter verein@schlosskeller-emmendingen.de

Fotos von Peter Thomann

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