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Hier können Sie die Besprechungen unserer Veranstaltungen 2012 auf den Seiten der 

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Bob Dylan uff alemannisch (zum Konzert mit Goschehobel am 30.12.12)

„Fir immer jung“: Urban Wölfle (rechts) und Eberhard Jäckle (links) mit ihrer dreiköpfigen Begleitband. Foto: Daniel Gorzalka

Seit fast 30 Jahren gibt es das Duo „Goschehobel“. Mit Songs in alemannischer Sprache sind Urban Wölfle und Eberhard Jäckle in einem Atemzug mit „D'r Gälfiäßler“, „Fisherman's Fall“ oder auch „Mockemalör“ zu nennen. Was „Goschehobel“ von den genannten Bands jedoch unterscheidet sind ihre romantisch hippiesken Texte, die sich mit Werten wie Liebe, Jugend und Unterwegssein beschäftigen. Diese Werte überträgt das Duo auf wortwitzige und geistreiche Weise in die alemannische Alltagssprache. In deren Spannungsfeld, also zwischen Derbheit und Tiefe, entfalten die Texte ihre Wirkung. Dabei sind die Einflüsse Bob Dylans deutlich zu erkennen. Ähnlich wie er beschreibt das Duo keinen Bruch mit der Tradition, sondern nimmt diese auf und formt sie weiter. Am Sonntag spielte das Duo mit drei Begleitmusikern ihr traditionelles Konzert im Schlosskeller. Den ersten Teil eröffneten „Zwischezitt“, „Bahnhof“ und „Veränderung“. Anschließend folgten die beiden großen Momente. Mit den eher leiseren Stücken „Hegschdi Zitt“ und „Schweben“ verzauberten Goschehobel die gut 100 Gäste auf höchstem Niveau. Besonders letzterer sorgte mit seinem stolzen Refrain („Wacht auf, ihr Kumpane!“) für Gänsehaut. Bis zur Pause und auch kurz danach folgten einige Band-Klassiker wie „Räge, Wind und Fier“, „Vagabunde“ oder „Laszlo, de Geiger“. Gegen Ende spielte die Band in gewohnter Manier ihre Coversongs, darunter auch „Naggig am Baggersee“ und das einzigartige „Fir immerjung“ („Wenn dü Vertraue hesch in di selber, brüchsch kei' Versicherung“). Etwas Schade, dass der Sound, insbesondere die EGitarre, teils zu poppig klang. Hier wäre mehr Mercury wie auf „Blonde On Blonde“ passend - also weniger Pathos und mehr Sehnsucht. Text und Foto: Daniel Gorzalka (ET 03.01.13)

Zwische de Ziilde geglitte

„Zwische de Ziilde - alemannisch von do und dört“ lautete am vergangenen Samstagabend das Motto im Schlosskeller. Dort lauschten gut 80 begeisterte Besucher dem Kabarettprogramm von Heinz Siebold (links) und Ulrike Derndinger. Auf humorvoll poetische Weise erzählte letztere zunächst von ihren Beobachtungen zwischen „daheim und fort“. Teils wortspielerisch, teils derb, teils übertrieben, aber stets wahr glitt sie dabei von den alemannischen Gepflogenheiten bei der Geburt eines Kalbs („Seichwarm isch' do drin“) über Vergleiche zwischen der Pägagogik in Freiburg („Gewalt ist keine Lösung“) und auf dem Land („... bis eins briääält“) bis in den Herbst („Die letschte Schnoogeschtich' sin ab'kratzt – de Summer isch vorbei ...“). Anschließend besang Heinz Siebold mit seiner Akustikgitarre augenzwinkernd das romantische Dorf „Adelhuuse“. Melancholischer wurde es im Song „De Vadder litt am Hartmannswillerchopf“. Ein Abend, der durchblicken ließ, was das Badnerland so besonders macht.
Text& Foto: Daniel Gorzalka (ET 21.11.12)

„AbstraktZYReal ...“

... lautet der Titel einer Gemäldeausstellung des Emmendinger Malers Bernd Nimmergut. Seit vergangenem Donnerstag präsentiert er im Schlosskeller gut ein Dutzend seiner beeindruckenden Werke. „Meine Bilder habe ich in moderner Maltechnik in Ölfarbe auf Leinwand gemalt – dabei sind sie abstrakt, surrealistisch und doch real“, beschreibt Nimmergut seinen Stil. Sowohl in der Auswahl der Themen („Burgfräulein“ oder „Heimat“) als auch in den Farbtönen (dunkle Blau und Grüntöne) kommt dabei deutlich seine Vorliebe für mittelalterliche Motive zum Ausdruck. „Betrachten kann man die Bilder wie alte Postkarten, die's nie gab“, so der in Ostberlin aufgewachsene Künstler augenzwinkernd. Als Musiker, Maler und Karosseriebauer bezeichnet sichNimmergut selbst gerne als „Extremautodidakt“.
Text &
Foto: Daniel Gorzalka (ET v. 14.11.12)

„Boogie Project“ brachte Schwung

Zwei Pensionäre und ein Arzt auf der Route 66 - so könnte man die swingende, rhythmusbetone Mischung zusammenfassen, die am Samstag das (leider spärliche) Publikum im Schlosskeller in Schwung brachte. Enzo Randazzo (an Schlagzeug und Waschbrett), auch Mitbegründer der Boogie-Connection, gründete vor mehr als einem Jahrzehnt das Trio, zudemneben Hans-Bodo Hartmann (Gitarre, Gesang) und Mark Wunderlich (Piano, Gesang, Kompositionen) am Samstag der Bluesharp-Spieler Martin Krüger als Gast dazu kam. Blues, Boogie, Swing und Rock: Neben eigenen Stücken waren Klassiker wie „Everyday I have the blues“ oder „I've got awoman“ (Ray Charles) zu hören, das älteste Stück war von 1924: „Mr. Pinetop's Boogie Woogie“. „Dass der Boogie ausstirbt, stimmt also nicht ganz“, so Enzo Randazzo, „diese Weiterentwicklung des Blues, die am Anfang des letzten Jahrhunderts im schwarzen Amerika aufkam, wird inzwischen auch wieder von Jüngeren gelernt und gehört“. Text und Foto: Michael Adams (ET 19.09.12)

Afro-Folklore meets Jazz und Blues

Mit einer interessanten musikalischen Reise durch den schwarzen Kontinent startete der Schlosskeller vergangenen Samstag in die Herbstsaison. Die Freiburger Gruppe „Mamoudou & Friends“, die sich den Dialog und die Verschmelzung von traditioneller afrikanischer Musik, insbesondere aus der westafrikanischen Heimat (Guinea) des Bandleaders Mamoudou Doumbouya, mit Salsa, Jazz und Blues verschrieben hat, begeisterte mit einem außergewöhnlichen Konzertabend. Das interkulturelle Bandprojekt lebt unter anderem auch von dem einzigartigen stimmlichen und klangmalerischen Ausdruck des afrikanischen Gitarristen und Trommlers, der auf zahlreiche Soloauftritte und afro-folkloristische Eigenkompositionen verweisen kann. Im Zusammenspiel mit Andreas Struve (Kongas), Stefan Gehrmann (Schlagzeug), Violinistin Zdravka Schneider (Special Guest) und Ralf Tonding (Saxophon, Bass), der am Samstag wegen Krankheit von Kulturpreisträger Werner Englert (Saxofon, Querflöte) trefflich vertreten wurde, zauberte die Band eine besondere Stmmung in den Schlosskeller, die das Publikum zum Grooven und Tanzen animierte. Text und Foto: Thomas Gaess (ET v. 12.09.12)

Ski King begeisterte mit großer Stimme, Country-Rockabilly-Gestus und Ganzkörper-Tätowierung.

Solokünstler „Ski King“ trat im Schlosskeller auf

Er ist Kult und unter Country- und Rockabilly-Fans ein Knüller: „Ski King“, in den USA geboren, nach turbulenter Jugend in Oregon als Soldat nach Deutschland gekommen, hier hängengeblieben, lebt in der Fränkischen Schweiz und tourt als Solokünstler und manchmal mit Band durch ganz Europa. Sein Stil kreuzt quer von Metal-Anklängen über Trash bis zu Country-Rock und begeisterte am Sonntagabend im Schlosskeller etliche Fans, die stilecht, sogar mit Haartolle, Mechanikerhose und finsteren Tshirts auftraten und vor der Bühne tanzten oder jubelten. Leider wirkte Ski-King (sein Name leitet sich von der Endung seines Danziger Familiennamens ab)mit seinem Playback-Laptop auf der Schlosskeller-Bühne recht verloren und allein – mit Band und Instrumenten wäre es bestimmt schöner, auch wenn seine große, tiefe Stimme vieles wettmachte. Er hat mit dieser Stimme und dem Song „Hurt“ sogar den „Walk the line“-Johnny-Cash-Contest gegen 90 Mitbewerber gewonnen. Zu seinem Repertoire gehört dieMusikdes „Man inBlack“ (Johnny Cash), Elvis (the King – dadurch wird der zweite Teil seines Namens klar), Sinatra und auch Country-Rock-Nummern. Text & Foto: Michael Adams (ET 15.08.12)

Begabte Newcomer aus Belgrad (Threesome am 24.06.12)

Sie gewannen den ersten Preis beim Musikfestival in Banja Luka und gelten als eine der vielversprechendsten Bands aus Belgrad (Serbien): „Threesome“ überzeugt mit gutem Rock und mit einem dichten Sound, den nur wenige Newcomer erreichen können. Gitarrist Uros Milkic (Foto: links) hat eine Europa-Tournee mit 22 Gigs organisiert, darunter auch vier Termine in Deutschland. Leider kam kaum Publikum am Sonntagabend (auch der Schlossplatz war fast leer) und so mussten die großen Talente Jovana Petrovic (Schlagzeug), Petar Zivic (Bass) und Bogan Palikuca (Keyboard) vor fast leerem Schlosskeller spielen. Ihr Vinyl-Album „Adriatica“ kommt gut an und Stücke wie „First Wave“ oder „Chasing the Car bandits“ aus ihrem Video, das von MTV Balkan produziert wurde, hat das Zeug zum Kultfilm. Sie verstanden, dass man in Emmendingen eben einen Fanclub braucht und behalten unsere ländliche Region wohl trotzdem in guter Erinnerung. Michael Adams (ET v. 27.06.12)

Herzerfrischend, originell, skurril (Nachbar Paschulke am 08.06.12)

„Nachbar Paschulke“, ein außergewöhnliches Musik-Duo

„Nachbar Paschulke“ ist keine gewöhnliche Band, extravagant ist sowohl der Name, das Repertoire und nicht zuletzt die beiden Musiker. Das deutsch-französischeDuo Mirko Büchele (18) aus Kappel-Grafenhausen und Mathieu Schmidt (21) aus dem elsässischen Kogenheim, das im Frühjahr 2007 gegründet wurde, begeisterte vergangenen Samstag im Schlosskeller nahezu drei Stunden und stellte dabei seine Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis. Das riesige und bunte Repertoire des noch jugendlichen, aber bereits professionell agierenden Songwriter-Duos (mehr als 100 Eigenkompositionen) ist ein Sammelbecken von skurrilen Thematiken und originellen Texten. Ebenso außergewöhnlich ist der Name der Band, der aus der bekannten ZDF Kindersendung „Löwenzahn“ entstammt: Der Nachbar des erfinderischen Peter Lustig trägt den Namen Hermann Paschulke, wird aber immer nur „Nachbar Paschulke“ gerufen. Die äußerst talentierten Musiker schreiben ihre Lieder und Songs schon immer selbst: das Markenzeichen des jugendlichen Duos. Das schier unerschöpfliche und vielseitige Repertoire reicht von „coolen Popsongs“ über Blues, Soul, Beat, Reggae, Rock und Country bis hin zu eigenwilligen deutschen Liedern, mit höchst skurrilen Texten und gewürzt mit einem kräftigen Schuss Humor: darunter viele Ohrwürmer, Musik zum Abhängen, zum Schmunzeln oder zum Träumen. „Lasst es einfach auf Euch wirken“, so die Botschaft der Beiden, die ihr Publikum mit großer Spielfreude, jugendlichem Charme und herzerfrischenden Songs vom „Pinguin“, von der „Wanderschaft“, vom „Urlaub an der Nordsee“, von „Rotterdam“ oder zum krönenden Abschluss vom „Pferd auf der Wiese“ begeisterten. Auch ihr kleiner Ausflug in die Welt der legendären Pilzköpfe oder des Rock'n'Roll (Little Richard, Elvis Presley) offerierte ihr vielseitiges musikalisches und gesangliches Können. Übrigens: Mirko Büchele (Keyboard) hat mit DSDS-Star Dominik Büchele (4. Platz bei der Staffel 2009) einen bekannten Bruder, und Mirko und Mathieu (Bass, Akustik-Gitarre, Mundharmonika) spielen auch in Dominiks Band „Umleitung“ mit. Nichtsdestotrotz haben die Beiden keinerlei Ambitionen bei einer Casting-Show anzutreten. Eigentlich schade, denn Dieter Bohlen oder andere hätten mit Sicherheit ihre Freude daran gehabt. Thomas Gaess (ET v. 13.06.12)

Gnadenloser, genialer Verbalangriff (Anny Hartmann am 02.06.12)

Steht für erstklassiges politisches Kabarett: Anny Hartmann. Foto: Thomas Gaess

Mit ihrem neuen Solo-Programm „Humor ist, wenn man trotzdem wählt“ zauberte Anny Hartmann am vergangenen Samstag im Schlosskeller ein begeisterndes politisches Kabarett auf die Bühne. Die Preisträgerin der St. Ingberter Pfanne 2011, eines renommierten Kleinkunstwettbewerbes im Saarland, nahm kein Blatt vor den Mund und verschonte nichts und niemanden. Ihr genialer verbaler Rundumschlag reichte vom „Schnaxelmann des Jahres“, Dominique Strauss-Kahn, der in NewYork über ein Zimmermädchen stolperte, über die frivolen Betriebsausflüge der Ergo-Versicherungsgruppe („Koitus ergo sum“) bis hin zur „Rente mit 67“ oder zum „bedingungslosen Grundeinkommen“. Die 41-jährige Diplom-Volkswirtin aus Köln bewies mit ihren scharfsinnigen, intelligenten Analysen, dass sie zu Recht zur ersten Garde der deutschen Kabarettistenszene zählt, zumal ihre humorigen Ausführungen auch den sozialkritischen Background nicht vermissen ließen. „Wir lassen uns von den Medien quasi durch die Weltgeschichte hetzen“, kommentierte sie auch den „unbemerkten“ militärischen Einmarsch der Türkei im Irak, die zweifelhafte Wirtschaftspolitik der Bundeskanzlerin („Wenn's um geschäftliche Interessen geht, sind Menschenrechte nicht so wichtig!“), deren Haltung in der Mindestlohn-Diskussion („Lohnuntergrenze ist schön und gut, Hauptsache Lohn unter Grenze“) oder den Abstieg des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC („In Berlin kann man auch ohne Flughafen rausfliegen“). In ihrer Energie geladenen Performance band sie auch das Publikum geschickt ins Programm mit ein. Als Belohnung fürs Mitmachen gab's kleine Schokoladen-Täfelchen. Kurzum, ein unterhaltendes, anspruchsvolles Programm, das alles bot, was heutzutage modernes Kabarett ausmacht und mit dem die Künstlerin voll ins Schwarze - ins Lachzentrum der Zuschauer – getroffen hat. Thomas Gaess (ET v. 06.06.12)

Ohrenbetäubende Metal-Night (Zanthropya EX am 26.05.12)

Headbanger kamen bei der großen „Death-Thrash-Metal-Night“ am vergangenen Samstag im Schlosskeller voll auf ihre Kosten. Für den lautstarken Auftakt sorgte die Metalband „LaRevolta“ aus Aschaffenburg, die ihren Fans mit dem für sie charakteristischen „Lumpenmetal“ ordentlich einheizte. Auch die Band „Chaossphere“ aus Spaichingen wollte dem natürlich in nichts nachstehen und hämmerte ihren knallharten „Teutonen-Thrash-Metal“ gnadenlos von der Bühne herunter, sodass sich die rasanten Riffs und Songs nur so in die Gehörgänge der Zuhörer bohrten. Und zum gigantischen Abschluss der Death-Trash-Metal-Night, prügelte der Top Act aus Trossingen, die Band „Zanthropya EX“, auch bekannt als „Misanthropic Metal“, mit ihrem typischen deutschsprachigen Gesang rundum den Schindler-Papst, permanent und erbarmungslos auf die begeisterten Metal-Fans ein. Thomas Gaess (ET v. 30.05.12)

Unbekümmert wilderndes Soulduo ("Soul Sessions" Mi.23.05.12)

Den Artikel von Hans Jürgen Kugler Sie online im >>> Archiv der Badischen Zeitung nachlesen

Lieber weltläufig als heimatgeil (zum Gastspiel von Volkmar Staub am 19.05.12)

Kabarettist Volkmar Staub begeisterte im Schlosskeller Zum 60. Geburtstag unseres „Ländles“ wartete Kabarettist Volkmar Staub vergangenen Samstag im Schlosskeller mit einer besonderen Hommage über das unterschätzte und unbeachtete Völkchen am Südwestrande Deutschlands auf. Der gebürtige Wiesentäler und Wahl-Berliner brachte in seinem Jubiläumsprogramm so manch verblüffende Wahrheit ans Licht, beispielsweise dass der Männerchor die Mutter aller Vereine ist, oder dass Badener und Schwaben eigentlich völlig identisch sind. „Die Erkenntnis, dass der Mensch vom Affen abstammt, hat mich wesentlich weniger geschockt!“ Staub zeigte sich auch sehr geschichtsbewusst und spannte seinen karikativen Bogen vom Bauernkrieg über die 1848er-Revolution bis hin zur neuzeitlichen Globalisierung. „Bauernführer Jos Fritz hat übrigens später in Freiburg eine Buchhandlung aufgemacht“, ergänzte er trocken. Und auch die Emigration der Badischen Revolutionäre in die USA brachte er gekonnt und humorig auf den Punkt. „Wären Friedrich Hecker, Carl Schurz und Gustav Struve nicht in die Staaten ausgewandert und hätten dort die Sklaverei abgeschafft, würde Barack Obama heute noch Baumwolle pflücken!“ Und die traurige Crux des Ganzen: die Badener hätten Geschichte nie selbst gestaltet, sondern nur erlitten und die Folgen immer „ausbaden“ müssen. Getreu seiner Maxime „lieber weltläufig als heimatgeil“ sinnierte Staub in seinem rund zweistündigen Programm auch über Freiburger Intellektuelle („Die sind alle Heidegger-verseucht!“), die Muettersproch-Gesellschaft, die Ehe als Zwangsgemeinschaft, Alemannen, Badener („Der Badner ist der Meister des Dialogs“), Schwaben („Was schaffsch? Wo schaffsch? Was verdiensch?“), Schweizer und Elsässer sowie über den Lauf der Welt. Thomas Gaess (ET v. 22.05.12)

Punkbands rockten den Schlosskeller (Konzert The Jelly Boys 11.05.12)

Am Freitagabend spielte das Trio „The Thriller Party Pin Ups“ als Vorband von „The Jelly Boys“. Beide Bands haben bereits Alben veröffentlicht und spielen seit mehreren Jahren. Die Jungs kennen sich gut, da sie oft zusammen Konzerte geben. Die Songs schreiben beide selbst, lassen sich aber gerne von anderen Punkrock-Bands inspirieren. Nils Hofmann, Matthias Staab und Pierre Hermle bilden The Jelly Boys. 2009 gegründet, spielten sie bereits beim Open See Festival 2011 und gewannen den „Rock am Neckar“ Bandcontest 2012. Zusammen rockten die beiden Bands nacheinander und miteinander den Schlosskeller mit Punk, und das so professionell wie die ganz großen Punkbands. Foto: Corinna Limbach-Eichholz (ET v. 16.05.12)

Starke Stimme, virtuose Soli (Konzert Manuel Torres Duo 21.04.12)

Der „Bluesmaker“ ist bekannt für seine selbst komponierten Stücke in Englisch und manchmal in Portugiesisch, für die Mischung aus Gefühl und Härte. Er tritt solo, im Duo und mit Band auf. Am Samstag im Schlosskeller nicht wie angekündigt mit Blues-Band, sondern im Duo mit Andy Wolk – und keiner beklagte sich, denn der Gitarrensound war so groß und dicht, fast als ob eine ganze Band und nicht nur zwei Gitarristen auf der Bühne wären. Die Stimme von Manuel Torres (Gitarre, Gesang, Bluesharp) war stark und die Virtuosität von Andy Wolks Gitarrensoli atemberaubend. „Longway“, „A place to live“, „Careful“, „A piece of it“: Das Repertoire aus den Solo-CDs mit Fado mit einem Cover als Zugabe begeisterte die zahlreichen Besucher. Und als insgesamt 24 Saiten im Spielwaren, gab es euphorischen Applaus vom Publikum. Text&Foto: Michael Adams (ET v. 25.04.12)

Bühnenfrüchte, die munden (Konzert Stage Fruits am 20.04.12)

Psychedelic Rock vermischt mit kantigen Gitarrenriffs, sphärischen Klängen und verwegener Poesie aus der Krautrockzeit: Gut 100 Gäste erlebten am Freitagabend im Schlosskeller das Konzert der Emmendinger Kultband „Stage Fruits“. Zweieinhalb Stunden verwandelten Leadsänger und Keyboarder Axel Eikermann, Gitarrist Frank König, Bassist Harald Arnold sowie Drummerin Carola Heidegger den voll besetzten Club in der Innenstadt in ihre „kleine Märchenwelt“. Sowohl musikalisch als auch in puncto Bühnenpräsenz zeigten die „Bühnenfrüchte“ dabei eine deutliche Entwicklung. „Entschuldigen“ Sie bitte mein spätes Kommen", hieß es zunächst im ersten Stück des Abends. Bis in die Nacht hinein tanzten die Gäste danach ausgelassen zu Songs wie „Sabine sagt“ oder „Die Krankheit des weißen Mannes“. Die Stage Fruits – betörend dramatisch und doch fruchtig psychedelisch. Eine Mischung, die mundete. Text&Foto: Daniel Gorzalka (ET v.25.04.12)

Ein Leben für den Boogie (Konzert der Boogie-Connection am Ostersonntag, 08.04.12)

Auf ihrer „Tour des Lebens“: Keyboarder und „Mienenspieler“ Thomas Scheytt, Interims-Schlagzeuger Paul Weidlich sowie Gitarrist und Sänger Christoph Pfaff (von links).

Als „Boogie Connection“ bereisen Christoph Pfaff, Thomas Scheytt und Hiram Mutschler bereits seit zwei Jahrzehnten den europäischen Kontinent. Am Ostersonntag gastierte das Trio im Schlosskeller und begeisterte dabei zweieinhalb Stunden lang mit einer Mischung aus bekannten Rock'n'Roll-Chartnummern, diversen Blues-Klassikern und uralten Boogie-Schätzen aus den 20er-Jahren. 

Bereits 1991 starteten Christoph Pfaff (Gesang, Gitarre und Mundharmonika), Thomas Scheytt (Keyboard) und Hiram Mutschler (Schlagzeug) von Freiburg aus ihre Neverending-Tour. Seitdem missioniert das Trio im Auftrag des Boogies durch Spanien, Ungarn, Österreich, Schweiz, die Benelux-Staaten und natürlich ganz Deutschland. Auch für dieses Jahr stehen nichtweniger als 100Gigs auf dem Programm. Woher die drei Mittfünfziger die Power für diese „Tour des Lebens“ nehmen, sieht man direkt auf der Bühne: Mit astreinem musikalischen Handwerk, spürbarer Spielfreude, situativer Spontaneität und lässigen Sprüchen beglückte das Trio am Ostersonntag im Schlosskeller sowohl das Publikum als auch sich selbst. Nach zwei „Clapton Unplugged“-Klassikern („Nobody Loves You“ und „San Francisco Bay Blues“) zum Warm-Up nahm das Trio richtig Fahrt auf und begeisterte die 80 Besucher mit einer Mischung aus bekannten Rock'n'Roll-Chartnummern („Sweet Little Sixteen“), diversen Blues- und Soulklassikern („Ramblin' On My Mind“) sowie uralten Boogie-Schätzen aus den 20er-Jahren („Alley Boogie“). Auch der Soundmix im Schlosskeller überzeugte. Fließend harmonierte das mit Besen gespielte Drumset von Interims-Schlagzeuger Paul Weidlich mit Gitarre und Piano. Zum bestes Stück des Abends entwickelte sich schließlich die energiegeladene Coverversion von Aretha Franklin „Dr. Feelgood“, bei der Keyboarder sowie „Chef-Mienenspieler“ Thomas Scheytt Unglaubliches vollbrachte und Sänger Christoph Pfaff mit seiner Stimme an einen Joe Cocker erinnerte, den es sowohl nur in Woodstock gab. Text und Foto: Daniel Gorzalka (erschienen in der ET-Ausgabe vom 11.04.12)

Kleinkunstpreis 2012 für „Die Giselas“

Schrill, komisch, bizarr und bisweilen gnadenlos präsentierte sich die sechstimmige A appella-Gruppe „Die Giselas“. Den Juroren gefiel die kuriose Gesangsnummer am Besten und so gewann das Frauenensemble den 11. Kleinkunstpreis von Stadt, Schlosskellerverein und „Spielspirale“, die „Emmendinger Nadel“. Auch in der Gunst des Publikums lagen die Freiburgerinnen fast ganz vorne. Bei der abendfüllenden Publikumsgala am Samstag belegten sie den zweiten Platz.

Der Schlosskeller war wie immer bis auf den letzten Platz gefüllt und die Stimmung hätte nicht besser sein können. „Die Giselas“ gingen als Fünfte an den Start und legten gleich los wie die Feuerwehr. Mit ihrem Intro („Wir sind die Giselas“), einer gelungenen Michael Jackson-Parodie („Bad“),dem Megahit „Don't stop me now“ von Freddy Mercury oder dem Beatles-Klassiker „Here comes the Sun“ hatte die schrille Kulttruppe die Gäste gleich auf ihrer Seite. Gisela Gründlich (Monika Kopfmann), Gisela Glücklich (Heike Lamprecht), Gisela Gaga (Beate Sänger), Gisela Gefährlich (Marion Kaune), Gisela Glamour(Bella Nugent) und Gisela Grantig (Nicole Haas) begeisterten sowohl einzeln als auch im Ensemble. Feurige Show: Das „Phönix-Duo“ aus Renchen, manchem Gast schon von der Emmendinger Einkaufs-Nacht 2011bekannt,beeindruckte mit einer fulminanten Feuershow und wurde dafür von der Jury mit dem zweiten Platz und dem Publikumspreis belohnt. Im Stile der fahrenden Gaukler und Spielleut aus dem Mittelalter servierten Silke Droll und Jonas Fathy nostalgische Unterhaltung pur. Aufgrund der Rauchentwicklung beim Kurzprogramm im Kellergewölbe, entschloss sich der Veranstalter den Auftritt bei der abendlichen Gala ins Freie zu verlegen. „Die Mauerbrecher“ aus Freiburg schafften es, aus den kuriosesten Publikumsideen in Sekundenschnelle eine schauspielreife Aufführung zu machen. Ihr dramaturgisches Spektrum reichte vom„Rappen“ und „Jazzen“ im Mediamarkt bis hin zur Unterhaltungsshow „Hätten Sie' s gewusst“ mit einem gestenreichen und gelenkigen Gebärden-Dolmetscher, der für Lachsalven sorgte (3. Platz Jury- und 6. Platz Publikumswettbewerb). Wolfgang Dvorak aus Riegel, bekannt unter seinem Spitznamen „Ogger“, ließ im besten Wortsinne die Puppen auf der Bühne tanzen. Der Beifall für den originellen Luftgitarren-Contest, der vom Comedian mit einer Keulenjonglage auf dem Einrad umrahmt wurde, ar ihm gewiss. Ergebnis: Zwei Mal vierter Platz. Dirk Bastian aus Freiburg entpuppte sich als genialer Diabolo-Jongleur. Er ließ das Spielgerät einhändig durch die Lüfte tanzen und untermalte seine Nummern mit clownesken Elementen. (3. Platz Publikumswettbewerb). Magier Chris Hill (Freiburg) stand dem in nichts nach und ließ vor den Augen des Publikums seine charmante Assistentin Nathalie verschwinden oder einen Tisch durch den Raum schweben. Schade, denn dieser Auftritt hätte eine bessere Platzierung verdient gehabt. Nicht zu vergessen der Sexauer Liedermacher Raphael Gottlieb, der es liebte mit dem Publikum zu singen und Clown Roberto Agusto aus Badenweiler, der außer einem tollen Kostüm nicht viel zu bieten hatte und deswegen zurecht zwei Mal ganz hinten landete. Thomas Gaess (ET Ausgabe 04.04.12)

Vom Staunen bis zur Schadenfreude (zum Kleinkunstpreis am 31.03. und 01.04.12)

Den Artikel von Markus Zimmermann können Sie online im >>>Archiv der Badischen Zeitung nachlesen

Emmendinger Nadel geht an die "Giselas" (zum Kleinkunstpreis am 01.04.12)

Den Artikel von Markus Zimmermann in der Ausgabe der Badischen Zeitung vom 02.04.12 können Sie hier>>> nachlesen

Musikalische Reise der Begegnungen (zum Auftritt von Catharina Kaffenberger am 23.03.12)

„Eine Welt voller Begegnungen“ verspricht der Pressetext der Singer-Songwriterin Catharina Kaffenberger. Am Freitagabend trat die Gitarristin und Pianistin mit ihrer Band um Mike Sillman (Bass), Niels Kaiser (Gitarre), Nico Halfmann (Sax) und Hans Brugger (Drums) im Schlosskeller auf. Tatsächlich gelang es ihr, die gut 70 Gäste auf ihre musikalische Lebensreise ihrer Begegnungen mitzunehmen. Mit einer Stimme, die ein wenig an Joni Mitchell oder Sandy Denny von Fairport Convention erinnerte, sang sie zweieinhalb Stunden lang von Junkie-Kids („Lady Butterfly“), Romantik („Would You?“) oder auch gemeisterten Krisen („When The Storm Has Gone“). Auch die Kompositionen und Arrangements, die sich hörbar an Fleetwood Mac und Crosby, Stills, Nash & Young anlehnten, teils aber auch experimentelle Ausflüge unternahmen, überzeugten. Text und Foto: Daniel Gorzalka (ET Ausgabe vom28.03.12)

 

Tolles Programm beim Kleinkunstpreis

Im Rahmen des 32. Künstlermarktes am 31. März und 1. April auf und um den Schlossplatz wird auch in diesem Jahr der Emmendinger Kleinkunstpreis im Schlosskeller vergeben. Sowohl am Samstag, 31. März, als auch am Sonntag, 1. April, jeweils von 14.20 bis 17 Uhr, werden die Künstler jeweils eine Viertelstunde lang auf der Schlosskeller-Bühne auftreten. Am Samstagabend findet Acht Künstler und Gruppen gehen im Schlosskeller an den Start ab 20.30 Uhr an gleicher Stelle zudem die Abendgala statt. Dort können die Zuschauer über den Publikumspreis abstimmen. Die Vergabe der „Emmendinger Nadel“ erfolgt dann am Sonntagabend um 17.30 Uhr durch Oberbürgermeister Stefan Schlatterer. 
Acht Teilnehmer werden diesmal an den Start gehen. Nachdem in der letzten Ausgabe die rsten vier Teilnehmer präsentiert wurden, folgen hier nun die weiteren vier: 
Die Mauerbrecher sind eine Impro-Theatergruppe aus Freiburg. In ihrem Programm bieten sie einen Querschnitt durch alle Formen des Improvisationstheaters.
Das Publikum bestimmt die Themen. Die Umsetzung erfolgt spontan und ohne doppelten Boden.
Das Phoenix-Duo aus Renchen unterhält die Zuschauer mit einer Gauklershow wie im Mittelalter - sei es eine fulminante Feuershow des Nachts, mittelalterlich-musikalische
Unterhaltung oder ein Programm nach dem Vorbild der Straßengaukler und –jongleure, ihr Repertoire reicht weit.
Clown Roberto Augusto stammt aus Badenweiler. Bei ihm erleben die Zuschauer berührend-komisches Clowntheater: Verblüffend beweglich, ausdrucksvoll in der Mimik, artistisch
und musikalisch virtuos.
Der Riegeler Wolfgang Dvorak wird sein Comedy-Programm präsentieren.
(Emmendinger Tor vom 21.03.12)

Einzigartige Violinenklangwelt (zum Konzert mit den Twiolins am 16.03.12)

„TheTwiolins“, das Geschwisterpaar Marie-Luise und Christoph Dingler, begeisterte am vergangenen Freitag mit einem ganz besonderen Violinenkonzert im Schlosskeller. Die begnadeten Musiker aus Mannheim gelten derzeit als eines der virtuosesten und vielseitigsten Klassikduos überhaupt. Bei ihrem Gastspiel in der Großen Kreisstadt gaben sie eine Kostprobe ihres überragenden Könnens und beeindruckten mit faszinierenden Klangwelten, einzigartiger Klangidentität, viel Leidenschaft, Hingabe und Eleganz sowie musikalischer Perfektion. In ihrem „kleinen Sprung über den Kontinent“ machten sie das leider nicht sehr große Publikum, darunter auch der bekannte Geigenvirtuose Antonio Pellegrini, mit indischen Stücken, „durchgeknallten“ lateinamerikanischen Rhythmen oder Werken einer polnischen Geigerin bekannt. Bei den anspruchsvollen und teilweise sehr temperamentvollen Kompositionen gab's hier und da schon mal „heiße Finger“, insbesondere beim finalen Stück „Autobahn“. Nomen est Omen. Text und Bild: Thomas Gaess (ET vom 22.03.12)

Acht Bewerber wetteifern um den Emmendinger Kleinkunstpreis

Die Organisatoren und Juroren des Emmendinger Kleinkunstpreises freuen sich auf die elfte Auflage der Veranstaltung im Rahmen des Künstlermarktes am letzten März-Wochenende. Foto: Gerhard Walser

Einen Vorbericht von Gerhard Walser zum Kleinkunstepreis können Sie bei der Badischen Zeitung nachlesen

Kleinkunstpreis in diesem Jahr mit acht Bewerbern aus der Region

Vorfreude auf den Künstlermarkt: Birgitta Weiher, Abian Oberle, Beate Desenzani, Günther Hoffmann, Ulf Fiedler und Andreas Schillinger.

Das i-Tüpfelchen des Künstlermarkts

Am Wochenende vom 31. März bis 1. April ist es wieder soweit: Rund um den Schlossplatz steigt zum32.Mal der traditionelle Künstlermarkt.

Auch in diesem Jahr vergeben „Spielspirale“-Chef Günther Hoffmann, der Schlosskeller-Verein sowie der Fachbereich Kultur der Stadt dabei den „Kleinkunstpreis“.

Von der Bildhauerei bis zu Textilien, von der Malerei bis zur Floristik und vom Kunsthandwerk bis zur Unterhaltung bietet der 32. Künstlermarkt den Kunstliebhabern auch in diesem Jahr wieder ein attraktives und vielfältiges Angebot. Über 140 Aussteller werden vom Marktplatz bis zum Stadttor ihre Waren vorstellen. „Das i-Tüpfelchen des Künstlermarktes“ ist laut Organisator Günther Hoffmann dabei der Kleinkunstpreis, den die Spielspirale bereits zum 11. Mal gemeinsam mit dem Schlosskeller-Verein sowie der Stadtverwaltung vergeben wird. Sowohl am Samstag (14.20 bis 17 Uhr) als auch am Sonntag (14.20Uhr bis 17 Uhr) werden insgesamt acht Künstler jeweils eine Viertelstunde lang auf der Schlosskeller-Bühne auftreten. Am Samstagabend findet ab 20.30 Uhr an gleicher Stelle zudem die Abendgala mit allen Künstlern statt. Dort können die Zuschauer über den Publikumspreis abstimmen. Ulf Fiedler wird den Abend moderieren. Die Vergabe des Hauptpreises, der „Emmendinger Nadel“, erfolgt dann am Sonntagabend um17.30Uhr durch Oberbürgermeister Stefan Schlatterer. In der Jury sitzen diesmal Andreas Schillinger, Mikael Vassallo, Ingrid Koch sowie die beiden Neulinge Jörn Vandersee und Jana Bührer. „In diesem Jahr sind es acht Künstler, die allesamt aus der Region stammen“, fügte Beate Desenzani am gestrigen Dienstag im Rahmen des Pressegespräches zur Vorstellung des Künstler hinzu. Mit Raphael Gottlieb (Liedermacher aus Sexau), „Die Mauerbrecher“ (Impro-Theater aus Freiburg), Dirk Bastian (Akrobatik aus Freiburg), Robert Agusto (Clown aus Badenweiler), „Die Giselas“ (A-Cappella aus Freiburg), Chris Hills (Zauberer aus Freiburg), Wolfgang Dvorak (Comedy aus Riegel) sowie dem Phoenix-Duo (Gaukler aus Renchen) bietet der Kleinkunstpreis auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches, qualitativ hochwertiges und vor allem unterhaltsames Programm. Zu gewinnen gibt neben der „Emmendinger Nadel“ ein Preisgeld von ingesamt 1.500 Euro. Text und Bild: Daniel Gorzalka (ET vom 07.03.2012)

Deutsch-afrikanische Lebensfreude (zum Konzert mit Quad Afrika am 02.03.12)

QuadAfrika,Foto:Katharina Bächle

Musik aus Afrika gepaart mit europäischen Einflüssen. Quad Afrika präsentierte am vergangenen Freitag Abend im voll besetzten Schlosskeller einen eindrucksvollen Stilmix. Die Musik übertrug mit ihren fetzigen Rhythmen gleich die afrikanische Lebensfreude aufs Publikum.
Der Abend führte „Drei Schwarze und einen Glatzkopf“ zusammen, wie Werner Englert zu Beginn des Konzerts scherzhaft meinte. Aber nicht nur das. Die Musik Afrikas wurde mit verschiedenen Stilen gewürzt und ergab so einen trefflichen Dialog der Kulturen und ihrer Musikstile. Traditionelle Rhythmen Afrikas trafen auf groovigen Jazz und Funk. So wurde bei der Afro-Jazz-Session Englerts pfälzischer „Danzdoppich“ (Tanzknopf) neu improvisiert. Das Repertoire stand mit fast ausschließlich Eigenkompositionen der vier Musiker ganz im Zeichen Afrikas. Der Abend schloss mit Miriam Makebas afrikanischem Evergreen „Pata Pata“, bei dem sich das Publikum erneut mitreisen ließ, klatschte, tanzte und mitsang. Eine vollends gelungene Reise zwischen Deutschland und Afrika. 
Text & Foto: Katharina Bächle (ET vom 07.03.12)

Sich selbst zum Weinen gebracht (zum Auftritt von Robert Agusto am 03.02.12)

„Entrez! Zimmer zu vermieten“ heißt das aktuelle Programm des Clowns „Robert Augusto“ alias Robert Eisele. Am Freitagabend trat der Künstler im Schlosskeller auf und die unterhielt die gut 40 Zuschauer auf seine Weise.

Zuschauen ist das richtige Stichwort, wenn man einen Auftritt von „Robert Augusto“ erlebt, denn nur selten spricht dieser ein Wort. Dafür transportieren seine ausdrucksstarke Körpersprache, seine vielsagenden Mimiken, die unzähligen kleinen Gesten sowie der kreative Umgang mit reduzierten Requisiten mehr als tausend Worte. Am Freitagabend erlebten im Schlosskeller gut 40 Gäste sein Programm „Entrez! Zimmer zu vermieten“. Dabei versuchte sich der Clown zunächst als wagemutig malender Makler, später als balljonglierender Bewohner und schließlich auch als feinfühliger Gitarrist mit Problemen beim Aufklappen des Notenständers. In der Rolle des Musikers sprach „Robert Augusto“ dann doch sein erstes Wort. „Concerto!“ hauchte der Komiker ins Publikum, bevor er ein Klagelied so traurig intonierte, dass er vor Weinen selbst nicht mehr spielen konnte. Trotz des nonverbalen Auftritts des Clown war's im Schlosskeller während der Auftritts alles andere als mucksmäuschenstill, denn immer wieder steckten sich die Zuschauer gegenseitig durch ihr Lachen an. In einer mit übertriebenen und kurzlebigen Gags überreizten Medienwelt den klassischen, feinen und geduldigen Humor eines Clowns zu erleben, erwies sich am Freitagabend als wohlig und humorvolles Rezept gegen die Kälte, die draußen herrschte.
Text und Foto: Daniel Gorzalka (ET vom 08.02.2012)

 

 

Ein Orchester ohne Instrumente (zum Konzert mit Unduzo - Sa. 28.01.2012)

Wie gelingt es einem Quintett, auch ohne Instrumente wie ein Orchester zu klingen? Man nehme einen Gesangsteppich stimmlich perfekt vorgetragener Harmonien sowie einige bemerkenswerte Soloeinlagen und garniert das Ganze mit Beatbox-Geräuschen, die sich beinahe wie ein echtes Percussion-Set anhören, wenn man
nur kurz die Augen schließt. Gut 80 Gäste staunten am vergangenen
Freitagabend im Schlosskeller über das Konzert der A-Capella-Combo
„Unduzo“ und genossen sowohl die Musik als auch die humorvollen
Ansagen der fünf Freiburger Musikschüler. Mit Songs wie „Alkohol ist
ein Puppenspieler“, „Germany Raggae“ oder „Ach, könnte das ganze
Jahr nicht Frühling sein?“ zog das Quintett die Gäste auf ihre Art in
ihren Bann. Ein Rezept, das an diesem Abend einen bleibenden Eindruck
hinterließ! Text & Foto: Daniel Gorzalka (veröffentlicht im ET vom 01.02.12)

Die Magie der drei Akkorde (zum Konzert von Nina & the Hot Spots - Sa. 21.01.12)

Eine charmante Lady mit Hochsteckfrisur, engem Corsage-Kleid und einem roten Schleifchen, daneben fünf schweißgebadete Männer mit Instrumenten, Hosenträgern und ordentlich Pomade in den Haaren: am vergangenen Freitag spielte die Freiburger Rockabilly-Combo „Nina & The Hot Spots“ im Schlosskeller und versetzte
die etwa 100 Gäste in einen wahren Tanzrausch. Mit Coversongs wie „Goin' Up The Country“, „Tainted Love“ oder „My Baby Left Me“ aber auch mehreren Eigenkompositionen hielt sich die Band konsequent
an die drei typischen Rock'n'Roll-Akkorde. Kaum einer ihrer unzähligen Songs dauerte dabei länger als zwei Minuten. Insgesamt dreimal mussten „Nina & The Hot Spots“ für Zugaben zurück auf die Bühne und hielten letztlich das, was sie versprachen: „eine explosive Mischung aus Swing, Blues und Rockabilly“.
Text und Foto: Daniel Gorzalka (veröffentlicht im ET vom 25.01.12)

Nina & the Hot Spots - Samstag 21.01.12

 

Einen Bericht von Charlotte Wittnebel in der Badischen Zeitung können Sie hier  >>> nachlesen

Michael Klink: Geschichten aus der Gattenwelt - Freitag 13.01.12

Bei dem neuen Programm „Geschichten aus der Gattenwelt“ blieb im Schlosskeller am Freitag kein Auge trocken. Michael Klink alias der Link Michel philosophierte detailverliebt und voller Wortwitz mit einem ausgeprägten schwäbischen Akzent aus dem Leben eines Ehemanns. Bei vier Frauen im Haushalt gibt es da auch allerhand zu berichten. Beispielsweise über die hausinterne Demokratie, bei der jede Abstimmung mit dem Ergebnis 4:1 endet. So auch die Entscheidung über die Entmannung des Hundes. Da kann man es als letztes männliches Mitglied regelrecht mit der Angst zu tun bekommen.
Das Publikum erkannte sich in vielen Fällen wieder, was umso mehr für großes Gelächter sorgte. Der Schlosskeller war bis auf den letzten Platz belegt und Michael Klink lies keine Gelegenheit, kein Vorurteil und keine Macken aus um von einer Pointe zur nächsten zu steuern. Die Gäste dankten es ihm mit herzlichem Applaus und lauten Lachern. 
Nicolas Ehrat (veröffentlicht in der ET-Ausgabe vom 18.01.12)



Nadja Birkenstock - "Wintertales" - Samstag, 07.01.2012

 

über das Konzert am vergangenen Samstag berichtet für die BZ Hildegard Karig.

Hier geht's zum Artikel >>>

Goschehobel: „Fier immer jung“- Freitag 30.12.11

Im Schlosskeller spielte am Freitag die badische Folk-Band „Goschehobel“Alemannische Folk-Songs über Liebe, Unterwegssein, Wurzeln und Sehnsucht: im Schlosskeller trat am vergangenen Freitagabend die badische Legende „Goschehobel“ auf und brachte mit Musik, Poesie und authentischer Freude die badische Lebensart zum Ausdruck.Wer vorhatte, die Veranstaltung erst kurz zu Konzertbeginn zu besuchen, musste gleich wieder mit dem Heimweg vorlieb nehmen. Schon gegen halb acht war der Gewölbekeller bis auf den letzten Platz gefüllt und erinnerte dabei an ein hippieskes Sit-In aus den 60er-Jahren. Entspannt saßen die Gäste an den Tischen, in den Gängen auf der Treppe - nur gab es statt übergroßen Sonnenbrillen und bunten Kostümen diesmal Nickelgestelle, warme Fliespullis sowie Rotwein, Bier und Flammkuchen.Applaus kam auf, als sich gegen 20.30 Uhr der Vorhang öffnete. „Aus Rücksicht, dass alle etwas zu trinken kriegen haben, fangen wir später an“, eröffnete das Goschehobel-Duo Urban Huber-Wölfle und Eberhard Jäckle augenzwinkernd das Konzert und schmetterte unverzüglich die Akkorde des ersten Songs „Streck' dini Wurzle in'd Luft“. Die Begleitband mit Andris Buchholz (Bass), Jonathan Freitag (Drums) und Oliver Fabro (Gitarre) setzte ein und unterstützte den Auftritt des Duos, das einerseits durch den kongenialen und herrlich bauchigen Harmoniegesang überzeugte, andererseits die in den Texten zum Ausdruck kommende badische Lebensart mal melancholisch, mal lustig, aber stets authentisch zum Ausdruck brachte.Eigenkompositionen wie „Zwischezitt“, „Lichteri Däg“ oder „Vagabunde“ prägten zunächst den ersten Teil des Abends. Letzteres überzeugte dabei als Titelsong des bald erscheinenden neuen Albums mit einem klassisch dylanesken Unterwegs-Motiv. Richtig authentisch klang Goschehobel, wenn es, wie bei „Nächtliche Fliegel“ träumerisch wurde. Mit geschlossenen Augen und ausgebreiteten Armen sang Urban Wölfle dann „Ich stell' mir vor ich wär' ä Schmetterling – ä klein's flattrig's Ding“.Der zweite Teil des Konzertes stand im Zeichen von Coversongs und guter Laune. Aus „Hotel California“ wurde das „Hotel zum Kuckuck“, aus Bryan Adams „Summer Of '69“ der „Summer in de Sechz'ger Johr“ und aus „Knockin' On Heaven's Door“ schließlich „Nackig' am Baggersee“.Gegen Ende spendeten die gut 120 Gäste „Goschehobel“ den wohlverdienten Applaus und erhielten drei Zugaben. In dieser sehr besonderen Region Deutschlands schafft es die Band, die es bereits seit 25 Jahren gibt, wie keine zweite Musikgruppe, die badische Lebensart und ihre Sehnsüchte musikalisch und poetisch sowie mit dem nötigen Schuss „Rock'n'Roll“ einerseits auf den Punkt zu bringen und andererseits auch authentisch zu leben. Letzteres scheint vermutlich der Grund zu sein, warum die beiden noch immer umherhüpfen und sich fühlen, als wären sie „Fier immer jung“. „Wenn Dü die Glück gerecht behandelsch', dann verlosst's di' nie“, hieß es passenderweise im letzten Song des Abends. 
Daniel Gorzalka 
(erschienen in der ET-Ausgabe am 04.01.12)



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