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Hier können Sie die Besprechungen userer Veranstaltungen 2012 auf den Seiten der 

 

und im 

nachlesen. 

Vielen Dank!

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Sich selbst zum Weinen gebracht (zum Auftritt von Robert Agusto am 03.02.12)

„Entrez! Zimmer zu vermieten“ heißt das aktuelle Programm des Clowns „Robert Augusto“ alias Robert Eisele. Am Freitagabend trat der Künstler im Schlosskeller auf und die unterhielt die gut 40 Zuschauer auf seine Weise.

Zuschauen ist das richtige Stichwort, wenn man einen Auftritt von „Robert Augusto“ erlebt, denn nur selten spricht dieser ein Wort. Dafür transportieren seine ausdrucksstarke Körpersprache, seine vielsagenden Mimiken, die unzähligen kleinen Gesten sowie der kreative Umgang mit reduzierten Requisiten mehr als tausend Worte. Am Freitagabend erlebten im Schlosskeller gut 40 Gäste sein Programm „Entrez! Zimmer zu vermieten“. Dabei versuchte sich der Clown zunächst als wagemutig malender Makler, später als balljonglierender Bewohner und schließlich auch als feinfühliger Gitarrist mit Problemen beim Aufklappen des Notenständers. In der Rolle des Musikers sprach „Robert Augusto“ dann doch sein erstes Wort. „Concerto!“ hauchte der Komiker ins Publikum, bevor er ein Klagelied so traurig intonierte, dass er vor Weinen selbst nicht mehr spielen konnte. Trotz des nonverbalen Auftritts des Clown war's im Schlosskeller während der Auftritts alles andere als mucksmäuschenstill, denn immer wieder steckten sich die Zuschauer gegenseitig durch ihr Lachen an. In einer mit übertriebenen und kurzlebigen Gags überreizten Medienwelt den klassischen, feinen und geduldigen Humor eines Clowns zu erleben, erwies sich am Freitagabend als wohlig und humorvolles Rezept gegen die Kälte, die draußen herrschte.
Text und Foto: Daniel Gorzalka (ET vom 08.02.2012)

 

 

Ein Orchester ohne Instrumente (zum Konzert mit Unduzo - Sa. 28.01.2012)

Wie gelingt es einem Quintett, auch ohne Instrumente wie ein Orchester zu klingen? Man nehme einen Gesangsteppich stimmlich perfekt vorgetragener Harmonien sowie einige bemerkenswerte Soloeinlagen und garniert das Ganze mit Beatbox-Geräuschen, die sich beinahe wie ein echtes Percussion-Set anhören, wenn man
nur kurz die Augen schließt. Gut 80 Gäste staunten am vergangenen
Freitagabend im Schlosskeller über das Konzert der A-Capella-Combo
„Unduzo“ und genossen sowohl die Musik als auch die humorvollen
Ansagen der fünf Freiburger Musikschüler. Mit Songs wie „Alkohol ist
ein Puppenspieler“, „Germany Raggae“ oder „Ach, könnte das ganze
Jahr nicht Frühling sein?“ zog das Quintett die Gäste auf ihre Art in
ihren Bann. Ein Rezept, das an diesem Abend einen bleibenden Eindruck
hinterließ! Text & Foto: Daniel Gorzalka (veröffentlicht im ET vom 01.02.12)

Die Magie der drei Akkorde (zum Konzert von Nina & the Hot Spots - Sa. 21.01.12)

Eine charmante Lady mit Hochsteckfrisur, engem Corsage-Kleid und einem roten Schleifchen, daneben fünf schweißgebadete Männer mit Instrumenten, Hosenträgern und ordentlich Pomade in den Haaren: am vergangenen Freitag spielte die Freiburger Rockabilly-Combo „Nina & The Hot Spots“ im Schlosskeller und versetzte
die etwa 100 Gäste in einen wahren Tanzrausch. Mit Coversongs wie „Goin' Up The Country“, „Tainted Love“ oder „My Baby Left Me“ aber auch mehreren Eigenkompositionen hielt sich die Band konsequent
an die drei typischen Rock'n'Roll-Akkorde. Kaum einer ihrer unzähligen Songs dauerte dabei länger als zwei Minuten. Insgesamt dreimal mussten „Nina & The Hot Spots“ für Zugaben zurück auf die Bühne und hielten letztlich das, was sie versprachen: „eine explosive Mischung aus Swing, Blues und Rockabilly“.
Text und Foto: Daniel Gorzalka (veröffentlicht im ET vom 25.01.12)

Nina & the Hot Spots - Samstag 21.01.12

 

Einen Bericht von Charlotte Wittnebel in der Badischen Zeitung können Sie hier  >>> nachlesen

Michael Klink: Geschichten aus der Gattenwelt - Freitag 13.01.12

Bei dem neuen Programm „Geschichten aus der Gattenwelt“ blieb im Schlosskeller am Freitag kein Auge trocken. Michael Klink alias der Link Michel philosophierte detailverliebt und voller Wortwitz mit einem ausgeprägten schwäbischen Akzent aus dem Leben eines Ehemanns. Bei vier Frauen im Haushalt gibt es da auch allerhand zu berichten. Beispielsweise über die hausinterne Demokratie, bei der jede Abstimmung mit dem Ergebnis 4:1 endet. So auch die Entscheidung über die Entmannung des Hundes. Da kann man es als letztes männliches Mitglied regelrecht mit der Angst zu tun bekommen.
Das Publikum erkannte sich in vielen Fällen wieder, was umso mehr für großes Gelächter sorgte. Der Schlosskeller war bis auf den letzten Platz belegt und Michael Klink lies keine Gelegenheit, kein Vorurteil und keine Macken aus um von einer Pointe zur nächsten zu steuern. Die Gäste dankten es ihm mit herzlichem Applaus und lauten Lachern. 
Nicolas Ehrat (veröffentlicht in der ET-Ausgabe vom 18.01.12)



Nadja Birkenstock - "Wintertales" - Samstag, 07.01.2012

 

über das Konzert am vergangenen Samstag berichtet für die BZ Hildegard Karig.

Hier geht's zum Artikel >>>

Goschehobel: „Fier immer jung“- Freitag 30.12.11

Im Schlosskeller spielte am Freitag die badische Folk-Band „Goschehobel“Alemannische Folk-Songs über Liebe, Unterwegssein, Wurzeln und Sehnsucht: im Schlosskeller trat am vergangenen Freitagabend die badische Legende „Goschehobel“ auf und brachte mit Musik, Poesie und authentischer Freude die badische Lebensart zum Ausdruck.Wer vorhatte, die Veranstaltung erst kurz zu Konzertbeginn zu besuchen, musste gleich wieder mit dem Heimweg vorlieb nehmen. Schon gegen halb acht war der Gewölbekeller bis auf den letzten Platz gefüllt und erinnerte dabei an ein hippieskes Sit-In aus den 60er-Jahren. Entspannt saßen die Gäste an den Tischen, in den Gängen auf der Treppe - nur gab es statt übergroßen Sonnenbrillen und bunten Kostümen diesmal Nickelgestelle, warme Fliespullis sowie Rotwein, Bier und Flammkuchen.Applaus kam auf, als sich gegen 20.30 Uhr der Vorhang öffnete. „Aus Rücksicht, dass alle etwas zu trinken kriegen haben, fangen wir später an“, eröffnete das Goschehobel-Duo Urban Huber-Wölfle und Eberhard Jäckle augenzwinkernd das Konzert und schmetterte unverzüglich die Akkorde des ersten Songs „Streck' dini Wurzle in'd Luft“. Die Begleitband mit Andris Buchholz (Bass), Jonathan Freitag (Drums) und Oliver Fabro (Gitarre) setzte ein und unterstützte den Auftritt des Duos, das einerseits durch den kongenialen und herrlich bauchigen Harmoniegesang überzeugte, andererseits die in den Texten zum Ausdruck kommende badische Lebensart mal melancholisch, mal lustig, aber stets authentisch zum Ausdruck brachte.Eigenkompositionen wie „Zwischezitt“, „Lichteri Däg“ oder „Vagabunde“ prägten zunächst den ersten Teil des Abends. Letzteres überzeugte dabei als Titelsong des bald erscheinenden neuen Albums mit einem klassisch dylanesken Unterwegs-Motiv. Richtig authentisch klang Goschehobel, wenn es, wie bei „Nächtliche Fliegel“ träumerisch wurde. Mit geschlossenen Augen und ausgebreiteten Armen sang Urban Wölfle dann „Ich stell' mir vor ich wär' ä Schmetterling – ä klein's flattrig's Ding“.Der zweite Teil des Konzertes stand im Zeichen von Coversongs und guter Laune. Aus „Hotel California“ wurde das „Hotel zum Kuckuck“, aus Bryan Adams „Summer Of '69“ der „Summer in de Sechz'ger Johr“ und aus „Knockin' On Heaven's Door“ schließlich „Nackig' am Baggersee“.Gegen Ende spendeten die gut 120 Gäste „Goschehobel“ den wohlverdienten Applaus und erhielten drei Zugaben. In dieser sehr besonderen Region Deutschlands schafft es die Band, die es bereits seit 25 Jahren gibt, wie keine zweite Musikgruppe, die badische Lebensart und ihre Sehnsüchte musikalisch und poetisch sowie mit dem nötigen Schuss „Rock'n'Roll“ einerseits auf den Punkt zu bringen und andererseits auch authentisch zu leben. Letzteres scheint vermutlich der Grund zu sein, warum die beiden noch immer umherhüpfen und sich fühlen, als wären sie „Fier immer jung“. „Wenn Dü die Glück gerecht behandelsch', dann verlosst's di' nie“, hieß es passenderweise im letzten Song des Abends. 
Daniel Gorzalka 
(erschienen in der ET-Ausgabe am 04.01.12)



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